Tribüne Lohrheidestadion, Wattenscheid

Lohrheidestadion soll Event-Bühne bekommen

Die Meldung irritiert zunächst. Das Lohrheidestadion soll eine zusätzliche Event-Bühne erhalten. Außerdem soll die westliche Tribüne abgerissen und durch eine Haupttribüne mit 600 „Business Seats“ und 3000 normalen Sitzplätzen ersetzt werden. Insgesamt sollen Erneuerungen und Erweiterungen im Umgang von 41 Millionen Euro erfolgen. Die Irritation rührt daher, dass jüngst einer der Hauptnutzer – der Fußballverein SG Wattenscheid 09 – pleite gegangen ist; die Jugendabteilung wird jedoch weiter geführt.

Aber die Meldung beruhigt auch. Irgendwie wir es mit der Lohrheide schon weitergehen. Sie ist auch für die Leichtathletik in Deutschland von Bedeutung. Denn es ist ja kein reines Fußballstadion. Mit der Vorlage Nr. 20193248 schlägt die Verwaltung dem städtischen Sportausschuss vor, 700.000 € zunächst für Planungsleistungen zu verwenden. Die hohe Summe von bis zu 41 Millionen Euro könne ggf. finanziert werden, weil die Landesregierung das Stadion als so bedeutend ansieht, dass eine Förderung möglich ist, die nur wenige Einrichtungen erhalten. Und hier scheint der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV), dem der TV Wattenscheid 01 angehört, erfolgreich Lobbyarbeit gemacht zu haben. Das liest sich so:

Das Baukonzept wurde dem DLV in einem gemeinsamen Termin mit Vertretern der Staatskanzlei vorgestellt. Nach Aussage des DLV Präsidiums würde das Lohrheidestadion mit den angestrebten Modernisierungsmaßnahmen wieder in die Top-Kategorie A der für den DLV zu bespielenden Stadien für Deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen aufgenommen werden. Zudem sieht der DLV die Möglichkeit, unter den neuen Voraussetzungen, auch internationale Veranstaltungen im Lohrheidestadion umzusetzen. Ebenso liegt ein positives Votum des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen e. V. vor.

Stadt Bochum, Drucksache Nr. 20193248

Lohrheide kann wieder erstklassig werden, also international

Bereits im Juni hieß es, die Lohrheide könne wieder „erstklassig“ werden, jetzt wird es ein wenig konkret. Die Anlage trägt das Etikett „Zuschaueranlage im besonderen Landesinteresse“. Und das Interesse rührt daher, dass das Stadtion mit ein paar Erneuerungen für internationale Wettkämpfe tauge. Aber wie die Stadtverwaltung schreibt:

Die konkrete Belastung, die sich aus dem städtischen Eigenanteil sowie den nicht förderfähigen Kosten zusammensetzt, kann erst nach Vorliegen des Bewilligungsbescheides beziffert werden und ist dem Rat zur weiteren Entscheidung vorzulegen.

ebenda

Mit anderen Worten: Erst wenn alles durchgeplant und berechnet ist, dann kann ein Antrag bei der Landesregierung gestellt wird. Dann wird der Rat der Stadt Bochum entscheiden, ob er den dann geplanten Weg gehen und finanzieren will.

Aber wenn die Planung konkret vorliegt und das Geld winkt, dann ist es auch schwerer, Nein zu sagen. Am folgenden Freitag wird mit einem Ja des Sportausschusses gerechnet, diesen Weg zu gehen. Aber auch andere sind zu beteiligen….

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