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Mehr Parkplätze führen zu mehr Chaos. Badstandort Werne für Rad und ÖPNV attraktiver machen.

„Keiner traut sich zu sagen, dass ein Bäderstandort einfach nicht funktioniert, wenn tausende Besucher mit dem Auto anreisen“, erklärt Nikolas Lange zum Parkplatz-Chaos am Werner Bad.

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„Keiner traut sich zu sagen, dass ein Bäderstandort einfach nicht funktioniert, wenn tausende Besucher mit dem Auto anreisen“, erklärt Nikolas Lange zum Parkplatz-Chaos am Werner Bad. Der Verkehrsexperte der STADTGESTALTER und Mitglied des Mobilitätsausschuss weiter: „Wir können dort keine 1.000 Autostellplätze schaffen oder weiter akzeptieren, dass die Wohnstraßen als Parkplätze missbraucht werden.“ Er fordert, das ordnungswidrige Parken mit Verwarngeldern zu sanktionieren und Eintrittskarten mit kombinierter freier ÖPNV-Nutzung zu prüfen.

Lange ärgert sich über die Art und Weise, wie die Debatte um das „Parkplatz-Chaos“ am Wasserwelten Standort Werne geführt wird. „Wenn ich lese, dass mehr Parkplätze gefordert werden, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Es ist absolut unrealistisch, für 3.000 Besucher ausreichend Abstellplätze zu schaffen. Der Platzverbrauch und die Kosten für die notwendigen 1.000 Stellplätze wären exorbitant hoch.“

„Selbst wenn man die aktuell 64 Stellplätze verdoppelt, führt das nicht zu einer Entlastung. Im Gegenteil: Sobald das in der Zeitung steht, werden Leute noch mehr bestärkt, mit dem Auto zu kommen, obwohl die paar Stellplätze mehr nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sind“, so Lange.

„Mit ihrem Aufruf, dass die Badegäste mit ÖPNV und Rad anreisen sollen, liegen die Wasserwelten schon grundsätzlich richtig. Die Bädergesellschaft und ihr Eigentümer, die Stadt, ziehen allerdings nicht die notwendigen Konsequenzen. Kostenfreies Parken setzt die falschen Anreize, wie man sieht. Die Parkplätze an den Wasserwelten müssten bewirtschaftet werden, damit diese nur von denen in Anspruch genommen werden, die wirklich mit dem Auto kommen müssen. Gerade im Sommer sollten die Preise abhängig von der Nachfrage recht hoch ausfallen. Zudem muss das illegale Parken konsequent mit Verwarngeldern belegt werden. Es muss sich rumsprechen, dass es sich nicht lohnt, mit dem Auto zum Bad zu fahren“, meint Lange.

Die STADTGESTALTER wollen zusätzlich Anreize setzen, mit dem Rad oder den ÖPNV zu kommen. „Die Fläche, die man für einen einzigen Auto-Parkplatz benötigt, bietet Raum für rund 10 abgestellte Fahrräder. Wir können also sehr effizient die vorhandenen 172 Radstellplätze ausbauen. Das macht es komfortabler, mit dem Rad zu kommen. Ebenfalls sollte man die Einführung von Kombitickets prüfen. Eine kostenfreie An- und Rückfahrt mit dem ÖPNV sollte im Eintrittsticket für das Bad mit enthalten sein. Und zwar für die ganze Familie. Dann lässt man das Auto gerne mal stehen, schließlich befindet sich die Haltestelle direkt ‚vor der Tür‘ des Bades“, sagt Lange.

„Wirklich hilfreich wäre aber nur, endlich eine gesamtstädtische Verkehrswende umzusetzen. Erst wenn man ganz logisch den ÖPNV und das Rad als schnellste und bequemste Verkehrsmittel präsent hat, lässt man das Auto schon von sich aus stehen. Das hat Rot-Grün aber seit Jahrzehnten verschlafen“, kritisiert STADTGESTALTER Lange. 

Quelle: Presseteam der STADTGESTALTER Bochum

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