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ZESS – Ankerpunkt für den Technologiecampus

Die RUB hat ihren vierten Forschungsbau eröffnet. Auf dem ehemaligen Opel-Gelände Mark 51°7 markiert er den Auftakt für das dortige Wissenschafts- und Technologiequartier.

ZESS - Ankerpunkt für den Technologiecampus
ZESS - Ankerpunkt für den Technologiecampus (c) agn/ RUB

Die RUB hat ihren vierten Forschungsbau eröffnet. Auf dem ehemaligen Opel-Gelände Mark 51°7 markiert er den Auftakt für das dortige Wissenschafts- und Technologiequartier.

Auf Mark 51°7 ist der erste Ankerpunkt für wissensintensive Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gesetzt worden. Am 13. Juli 2022 hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Beisein des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums das Zentrum für das Engineering Smarter Produkt-Service-Systeme, kurz ZESS, eröffnet. Das Zentrum markiert den Auftakt auf dem zukünftigen Technologiecampus an der Wittener Straße, einem Teil von Mark 51°7, dem ehemaligen Opel-Gelände in Bochum. Alle Arbeiten sind reibungslos und nach Plan verlaufen.

Bund und Land haben den Forschungsbau samt Erstausstattung mit insgesamt 28 Millionen Euro finanziert. ZESS ist einer von fünf Forschungsbauten mit einer Gesamtfördersumme von weit über 200 Millionen Euro, die die RUB bereits im bundesweiten Wettbewerb erfolgreich eingeworben hat. In unmittelbarer Nähe des jetzt eröffneten Gebäudes wird in wenigen Jahren mit THINK, dem Zentrum für Theoretische und Integrative Neuro- und Kognitionswissenschaft, ein weiterer Forschungsbau errichtet.

Ein Riesenschritt für die RUB, die Stadt und die Region

„Um ZESS herum wird künftig unser Zentrum für Wissenschaft, Technologie und Unternehmensgründung auf Mark 51°7 entstehen. Damit macht die RUB heute einen Riesenschritt in ihrer weiteren Entwicklung – und ebenso bedeutend ist dieser Schritt für den Wissensstandort Bochum mitten im Ruhrgebiet“, freut sich Rektor Prof. Dr. Martin Paul.

„Mit ZESS bekommen wir bisher einzigartige Möglichkeiten, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Smarten Produkt-Service Systeme mit einem interdisziplinären Forschungsteam unter einem Dach vorantreiben zu können“, sagt Prof. Dr. Bernd Kuhlenkötter, Geschäftsführender Direktor des ZESS sowie Leiter des Lehrstuhls für Produktionssysteme der RUB.

ZESS zeigt, wie neues Bauen funktioniert

So innovativ wie der wissenschaftliche Ansatz und die Idee hinter ZESS, so innovativ wurde auch seit Oktober 2019 gebaut: „Dieses hochtechnisierte und komplexe Bauprojekt zeigt, wie das neue Bauen nach der Methode Building Information Modeling funktioniert, wenn alle Parameter stimmen“, erläutert Bernhard Bergjan, geschäftsführender Gesellschafter des Generalplaners agn. Bauliche Besonderheit im Innern des Gebäudes markiert das integrierte, stützenlos überbaute Testfeld von zehn Metern Höhe und 33 Metern Länge mit einer LKW-Einfahrt und mit einem Laufkran an der Decke. Daran angeschlossen ist ein beeindruckender Showroom, in dem die aktuelle Forschung interessierten Besuchergruppen präsentiert werden kann. In dem vierstöckigen Gebäude sind Test- und Fertigungslabore, beispielsweise auch ein rund acht Meter hohes Mobile-Robotics-Labor, mit Werkstätten und Kommunikations- sowie Büroflächen verknüpft.

Die Bruttogeschossfläche des Gebäudes beträgt circa 8.000 Quadratmeter, die Grundstücksfläche auf dem Areal Mark 51°7 rund 2.800 Quadratmeter. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Gebäude im Oktober 2021 fertiggestellt und der RUB als Bauherrin übergeben. Es folgten die Innenausstattung der Büros, Labore und Werkstätten sowie der Einzug. Rund 60 Forscherinnen und Forscher werden hier zukünftig arbeiten.

Vernetzter, ganzheitlicher Ansatz

Sie verfolgen im ZESS einen ganzheitlichen, vernetzten Ansatz. Im Rahmen dessen wird der gesamte Lebenszyklus von Smarten Produkt-Service Systemen (PSS) betrachtet – angefangen bei der Ideenfindung über Lösungsentwicklung, Herstellung, Vertriebsprozesse bis hin zur Serviceerbringung und Außerbetriebnahme. Im Blickpunkt der Forschung stehen die charakteristischen Eigenschaften Smarter PSS sowie die daraus resultierenden Veränderungen für Mensch, Technik und Organisation. Fachübergreifend sollen die Erkenntnisse in geeignete Modelle, Methoden, Technologien und Systeme überführt werden und letztendlich den Transfer eines völlig neuartigen Engineering-Ansatzes in industrielle Anwendungen ermöglichen. Dazu arbeiten die Fakultäten Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften, aber auch Psychologie und Mathematik der RUB eng zusammen. Der technologische Fokus liegt auf der additiven Fertigung, der mobilen Boden- und Flugrobotik so wie intelligenter Gebäudetechnik.

Quelle und Bildrechte: Ruhr-Uni Bochum – Dezernat Hochschulkommunikation; (c) agn/ RUB

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