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Kultur

Kino Expanded bei den 68. Kurzfilmtagen – Film als Live-Erlebnis und Raumerfahrung, 4.-9. Mai

Was ist im Kino jenseits der digitalen Projektion möglich? Mit einer Reihe von Programmen quer durch die Sektionen loten die 68. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen alternative Formen der Filmpräsentation aus – Film an der Schnittstelle von Kino und Museum, von Kunst und Film, Musik und Performance.

Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Die 68. Kurzfilmtage beginnen am Samstag, 30. April online - Eröffnung im Kino folgt am Mittwoch, 4. Mai. (c) Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH

Was ist im Kino jenseits der digitalen Projektion möglich? Mit einer Reihe von Programmen quer durch die Sektionen loten die 68. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen alternative Formen der Filmpräsentation aus – Film an der Schnittstelle von Kino und Museum, von Kunst und Film, Musik und Performance. Vom 4. bis 9. Mai präsentieren sie zeitgenössische Werke von Künstlern, die das Kino als Live-, Raum- und audiovisuelles Erlebnis begreifen, und laden das Publikum ein, seine Erfahrung zu erweitern und einzubringen. Analoger Film – seine Projektion, Herstellung, Material und Prozesse – gehört ebenso dazu wie Gesprächsformate und Live-Performances.

Labs
Seit 2018 präsentieren die Kurzfilmtage jährlich die vielfältige Landschaft internationaler Künstlerlabore, die sich dem analogen Film widmen. 17 Arbeiten von Labs in Indien, Ägypten, Australien, den USA und Europa sowie weiteren Ländern werden ganz undigital mit analogen Projektoren vorgeführt, darunter ein Programm mit Arbeiten, die beim Film Farm Workshop während des Festivals entstehen werden.
Montag, 9. Mai

Celluloid Expanded: Performance
Die Reihe Celluloid Expanded präsentiert Live-Performances aus kanadischen Künstlerlaboren, kuratiert von Erin Weisgerber, die alle eines gemeinsam haben: Sie nutzen das Material und die Werkzeuge des analogen Films und experimentieren mit Zeit, Temperatur, Chemikalien, Druckprozessen, dem natürlichen Verfall durch Zeit und Wetter und anderen Faktoren. Komplettiert wird die Sektion durch einen Artist Talk mit den anwesenden Künstlern.
6. und 8. Mai, Artist Talk am 8. Mai

Lectures
Die 2018 eingeführte Sektion ist ein Forum für Künstler und Filmemacher, die alternative Formen der Präsentation von Bewegtbildern ausprobieren. Live, interaktiv, überlappend und verflochten, hier geht es um experimentelle Formate zwischen Projektion und Performance. In diesem Jahr fragen Karan Suri Talwar und Harkat (Mumbai) „What if I Say ‚Prayog‘ instead of Experimental?”, während Léa Lanoë (Frankreich) und Maximilian Le Cain (Irland) „Two Times in One Space” präsentieren.
6. und 9. Mai

Podium
Schwerpunkt der Diskussionsreihe der Kurzfilmtage ist 2022 die Schnittstelle zwischen Film und Kunst. „Westlicher Kanon und lokales Erbe: Treffen sich unsere Ozeane?“, moderiert von Simran Ankolkar (Künstler und Filmemacher) und Karan Suri Talwar, Harkat Studios (Mumbai), fragt danach, was in unserer kulturellen Praxis der Rand ist und was das Zentrum. Welche Art von Expansion brauchen und fordern afrikanische Filmemacher?, wird unter dem Titel „Größer als die Leinwand“ diskutiert, moderiert von Marie-Hélène Gutberlet und Annett Busch, Kuratorinnen des Themenprogramms Synchronisieren! Pan-afrikanische Filmnetzwerke. Schließlich geht es in „Die Sammlung erweitern“ um den Umgang großer Sammlungen und Archive mit analogem Film, moderiert von Javier H. Estrada (Camilo José Cela University, Madrid).

Workshops
Gleich zwei Workshops während der 68. Kurzfilmtage befassen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit analogem Film. Während die legendäre Film Farm aus Kanada bei den Kurzfilmtagen einen praktischen Workshop mit Filmemachern durchführt, dessen Ergebnisse am 9. Mai im Kino präsentiert werden, wendet sich der Workshop „Analoge Filmtechnik“ an Vorführer und Kurator. Er reagiert auf die wachsende Lücke zwischen dem Bedarf nach analoger Filmtechnik in Archiven und bei Installationen und Performances im Kunstbereich und dem Schwinden des nötigen technischen Wissens im Zeitalter digitaler Projektion. Der Workshop, geleitet von Lena Martin (Frankfurt/Main), soll Qualitätsstandards etablieren und in die kuratorische Praxis eines Filmfestivals integrieren.
Präsentation Film Farm: Montag, 9. Mai

Conditional Cinema
Live Cinema steht im Mittelpunkt des dreiteiligen Projekts Conditional Cinema des finnischen Künstlers Mika Taanila, das dieses Jahr seinen Abschluss findet. Wie reagiert Live Cinema auf die globale Onlinekultur und den Niedergang körperlicher Arbeit und schließlich, der Schwerpunkt in diesem Jahr, auf die Frage des überflüssigen Menschen? Drei Programme mit Filmen und Performances werden ebenfalls durch einen Artist Talk ergänzt.
5., 6. und 7. Mai, Artist Talk 7. Mai

Morgan Fisher
Mit Morgan Fisher präsentieren die Kurzfilmtage zudem in einem ihrer sechs Profile einen der Pioniere des Expanded Cinema in den USA, der sich in seinen Arbeiten konsequent mit den Mitteln und Methoden der (analogen) Bewegtbildproduktion auseinandergesetzt hat.
5. und 6. Mai


Wir danken der Kunststiftung NRW für die Förderung der Sektionen Labs, Podium, Celluloid Expanded, Lectures und der Workshops und dem Canada Council für die Förderung der kanadischen Teilnahme an den Kurzfilmtagen.

Quelle und Bildrechte: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH

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