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Islamischer Kulturverein hat Reformen vollzogen – keine Erwähnung mehr im Verfassungsschutzbericht

Die Grünen im Rat der Stadt Bochum bewerten die jüngsten Entwicklungen beim Islamischen Kulturverein (IKV e.V.) positiv. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Barbara Jessel: „Wir haben uns im letzten Jahr sehr deutlich zum IKV geäußert und Reformen gefordert.

Islamischer Kulturverein IKV e.V.
Islamischer Kulturverein hat Reformen vollzogen – keine Erwähnung mehr im Verfassungsschutzbericht

Die Grünen im Rat der Stadt Bochum bewerten die jüngsten Entwicklungen beim Islamischen Kulturverein (IKV e.V.) positiv. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Barbara Jessel: „Wir haben uns im letzten Jahr sehr deutlich zum IKV geäußert und Reformen gefordert. Wir sind sehr froh, dass es dem neuen Vorstand des IKV zwischenzeitlich gelungen ist, klare Regelungen zu schaffen, die einer Einflussnahme islamistischer Kräfte entgegenwirken.“

Beim IKV soll künftig ein Unvereinbarkeitsbeschluss gelten. Im Verein aktive Mitglieder müssen erklären, dass sie keinen verfassungsfeindlichen oder extremistischen Organisationen angehören, und sie müssen sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen. Gleichzeitig wurde im Verein ein modernes und weltoffenes Leitbild erarbeitet. Für Barbara Jessel sind das ernstzunehmende Schritte: „Es dürfte kaum einen anderen Verein im breiten religiösen und zivilgesellschaftlichen Spektrum geben, der sich so klar und verbindlich zur Verfassungsordnung bekennt. Auf dieser Basis ist es für uns klar, dass wir den Verein dabei unterstützen, seine Pläne für eine neue Gebetsstätte zu verwirklichen. Es wäre ein großer Gewinn für uns alle, wenn eines Tages eine nachhaltig gebaute ‚Grüne Moschee‘ errichtet würde. Sie wäre das religiöse und soziale Zentrum einer gut in die Stadtgesellschaft integrierten Gemeinde. Der IKV selbst ist ja bereits das Ergebnis einer großen Integrationsleistung, denn anders als andere Moscheen wird er nicht hauptsächlich von Gläubigen eines bestimmten Herkunftslandes besucht. In die IKV-Moschee sind von Anfang Muslime aus kulturell ganz unterschiedlichen Herkunftsländern gegangen. Und die heute im Verein aktive Generation ist überwiegend hier aufgewachsen.“

Der Verein betreibt derzeit die Moschee an der Querenburger Straße und ist auch sehr aktiv in der Sozial- und Integrationsarbeit. Wegen der baurechtlichen Schwierigkeiten dort hat der Verein ein Gelände an der Karl-Lange-Straße erworben. Hier soll eine übergangsweise Gebetsstätte errichtet werden, bis mit dem Bau einer „grünen Moschee“ die längerfristige Vision verwirklicht werden kann. Konterkariert wurden die Planungen im letzten Jahr, weil der NRW-Verfassungsschutz in seinem Bericht über das Jahr 2020 eine Einflussnahme durch die Muslimbruderschaft festgestellt hatte. Ein früherer Vorsitzender hatte einschlägige Kontakte. Im Verfassungsschutzbericht über das Jahr 2021 wird der Verein nun nicht mehr erwähnt.

Quelle: Die Grünen im Rat der Stadt Bochum

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