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Emscher-Kongress in Bottrop zeigt Wandel der Region

„Erfolge feiern – Zukunft gemeinsam gestalten“ – so lautete das Motto des Emscher-Kongresses, der am Donnerstag (3.3.) im Story Eventhouse in Bottrop stattfand. Im Fokus der Veranstaltung der Emschergenossenschaft und des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen stand die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität an der Emscher und ihren Zuflüssen durch die Verknüpfung von Emscher-Umbau und Städtebauförderung.

Emscher-Kongress

Seit Ende des Jahres 2021 ist kein Abwasser mehr in der Emscher. Hierzu sagt Bauministerin Ina Scharrenbach: „Mit der Abwasserfreiheit der Emscher wurde ein wichtiger Meilenstein in der Generationenaufgabe Emscher-Umbau erreicht. In den über 40 Städtebaufördergebieten rechts und links der Emscher wurde die Wohn- und Lebensqualität der Menschen verbessert und der Boden für private Investitionen bereitet. Das ist erfolgreicher Strukturwandel. So entstehen neue Zukunftsperspektiven.“

„Erfolge feiern – Zukunft gemeinsam gestalten“ – so lautete das Motto des Emscher-Kongresses, der am Donnerstag (3.3.) im Story Eventhouse in Bottrop stattfand. Im Fokus der Veranstaltung der Emschergenossenschaft und des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen stand die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität an der Emscher und ihren Zuflüssen durch die Verknüpfung von Emscher-Umbau und Städtebauförderung. Dies ist das Ziel der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“, in der seit dem Jahr 2006 die Städte an der Emscher, die Emschergenossenschaft und das nordrhein-westfälische Bauministerium zusammenarbeiten. Rund 5,5 Mrd. Euro wurden in die Generationenaufgabe Emscher-Umbau investiert, die von Anfang an von Stadterneuerungsmaßnahmen links und rechts der Emscher begleitet wurde. Insgesamt wurden die 15 Emscher-Städte mit über 1,25 Mrd. Euro Städtebaufördermitteln unterstützt.

Im Rahmen von Fachvorträgen und dynamischen Diskussionsrunden diskutieren beim Emscher-Kongress mehr als 600 Vertreterinnen und Vertreter unter anderem aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Emschertal. Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler, der als Gastgeber die Emscher-Kommunen in der Veranstaltung vertrat, bekräftigt: „Es ist wirklich beeindruckend, welchen Wandel wir in der Region durch unsere gute Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft und dem Ministerium bisher erreichen konnten. In einem gemeinsamen Kraftakt konnten wir die Gewässer selbst und auch viele der angrenzenden Wohn- und Freizeiträume aufwerten.“

Der Kongress steht im Zeichen der Würdigung des Geleisteten, doch klar ist auch: „Die Abwasserfreiheit des Emscher-Systems und damit des Emscher-Umbaus ist kein Abschluss, sondern ein Auftakt! Die Schaffung blau-grüner Infrastrukturen, also die Renaturierung von rund 340 Kilometer Flusslandschaft, wird dazu beitragen, Mehrwerte zu schaffen, die anliegenden Quartiere aufzuwerten, insgesamt die Region nachhaltig zu entwickeln“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die Rückschau auf die im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das neue Emschertal“ vor Ort umgesetzten wasserwirtschaftlichen und städtebaulichen Maßnahmen macht deutlich, dass die Renaturierung von Gewässern immer eine Chance für die städtebauliche Entwicklung von Quartieren darstellt. Die neuen, hochwertig gestalteten Freiräume erweitern und verbessern die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Mehr und vor allem sauberes Wasser im direkten Wohnumfeld ist nicht nur unter dem Aspekt der Verdunstungskühlung eine Maßnahme zum Umgang mit den Klimafolgen. Im Sinne einer ganzheitlichen Stadtentwicklung wird die Städtebauförderung auch weiterhin die Gestaltung von Gewässern und einen naturnahen Umgang mit Wasser unterstützen.

Hintergrund „Faszination Transformation. Gemeinsam für das Neue Emschertal.“

Um den seit Ende 2021 erreichten Meilenstein Abwasserfreiheit der Emscher und ihrer Nebenflüsse zu feiern, werden verschiedene Präsentationsformate vom Mit-Mach-Stand in den Emscher-Quartieren über eine Wanderausstellung und eine Broschüre bis hin zum Emscher-Kongress umgesetzt. Damit wird vermittelt, wie wasserwirtschaftliche und städtebauliche Maßnahmen zu einer nachhaltigen und klimaorientierten Stadtentwicklung beitragen. Natürlich sind die Maßnahmen vor Ort mit intensiver Mitwirkung der Menschen vor Ort entwickelt worden. Weitere Informationen über einige in der Kooperation realisierte Projekte finden sich auf der Website www.eglv.de/emscher/faszination-transformation/leuchtturmprojekte/

Die Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz. www.eglv.de

Quelle und Bildrechte: Pressemitteilung der Emschergenossenschaft; Ismail Aksoy/EGLV

Tauschten sich über die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität an der Emscher und ihren Zuflüssen durch die Verknüpfung von Emscher-Umbau und Städtebauförderung aus: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (Zweite von links), Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler (Dritter von links), Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft (Dritter von rechts) und Dr. Frank Dudda, Vorsitzender des Genossenschaftsrates (Zweiter von rechts). Moderiert wurde die Fachveranstaltung von einem namhaften Team: Clarissa Corrêa da Silva (rechts im Bild) und Ralph Caspers (links im Bild), bekannt aus Fernsehsendungen wie „Wissen macht Ah!“ oder der „Sendung mit der Maus“.

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