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E-Learning in Deutschland: NRW punktet mit sehr guter Netzabdeckung, investiert aber wenig in Digitalisierung der Schulen

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine überdurchschnittlich gute Netzabdeckung. 96 Prozent der Haushalte haben Zugang zu einer ausreichend schnellen Internetleitung, um störungsfrei am Online-Lernen teilzunehmen.

Ländervergleich gibt Aufschluss über Digitalisierung und Infrastruktur zu gunsten eines optimalen E-Learning-Klimas

Die digitale Lernplattform Preply hat eine Studie veröffentlicht, die Aufschluss darüber gibt, wie gut die einzelnen Bundesländer für das E-Learning und Online-Lernen aufgestellt sind und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

  • Nordrhein-Westfalen verfügt über eine überdurchschnittlich gute Netzabdeckung. 96 Prozent der Haushalte haben Zugang zu einer ausreichend schnellen Internetleitung, um störungsfrei am Online-Lernen teilzunehmen. Außerdem sind 96 Prozent der Landesfläche vom LTE-Netz abgedeckt, sodass man zum Beispiel Lern-Apps auch im Bus oder Zug nutzen kann.
     
  • Mit 1.200 Euro pro Schüler gibt NRW vergleichsweise wenig Geld für Investitionen in die Digitalisierung des Bildungsbereich aus. Mehr als doppelt so viel investiert aktuell Hamburg mit 3.000 Euro pro Schüler.
     
  • Das Land Berlin bietet im Ländervergleich aktuell die besten Bedingungen für eine erfolgversprechende Teilnahme an Online-Lernangeboten. Mehr als jeder dritte Berliner hat sogar schon mal E-Learning genutzt.
  • Mecklenburg-Vorpommern ist Schlusslicht und bietet aktuell die schlechtesten Bedingungen für erfolgreiches E-Learning unter den deutschen Bundesländern. Nur 80 Prozent der Haushalte verfügen über die nötige Datengeschwindigkeit, die es für eine gleichberechtigte Partizipation an Online-Lernangeboten braucht. Die Landesregierung fördert IKT-Projekte mit gerade einmal 1,10 Euro pro Einwohner. Immerhin 20 Prozent der Bevölkerung gibt an, bereits Online-Lernangebote genutzt zu haben.

In die Bewertung der Länder flossen einerseits Informationen über essentielle technischen Bedingungen, wie schnelles, stabiles und flächendeckendes Internet, die Bereitschaft der Bevölkerung digitale Lernangebote zu nutzen und bereits gesammelte Erfahrungen mit E-Learning. Andererseits aber auch wichtige Informationen über Fördermittel für den Ausbau von Informationstechnik und Bildungsausgaben.

Erkenntnisse für alle anderen Länder sowie Informationen über Methodik und Quellen sind abrufbar unter: https://preply.com/de/blog/e-learning-in-deutschland/

Tabelle: E-Learning Index Deutschland. Rangliste mit den Ergebnissen ausgewählter Untersuchungsfaktoren.
 

  Bildungsausgaben pro Schüler für InvestitionenAnteil der Bevölkerung, der E-Learning bereits genutzt hatAnteil der Bevölkerung, der regelmäßig Internetstörungen erlebtFördermittel für IKT-Projekte pro KopfE-Learning-Index: Bewertung
1Berlin2.700 €36 %11 %15,20 €100,0
2Hamburg3.000 €27 %12 %13,40 €96,0
3Bremen1.600 €20 %10 %16,50 €75,9
4Bayern2.400 €28 %14 %7,60 €57,4
5Brandenburg1.500 €20 %11 %8,10 €39,9
6Rheinland-Pfalz1.100 €25 %12 %8,70 €38,9
7Sachsen-Anhalt1.200 €19 %8 %5,00 €38,4
8Hessen1.700 €20 %12 %3,00 €37,5
9Nordrhein-Westfalen1.200 €22 %12 %5,60 €37,2
10Niedersachsen1.200 €22 %15 %3,60 €36,7
11Saarland1.400 €22 %12 %11,90 €36,3
12Schleswig-Holstein1.400 €21 %9 %3,50 €34,2
13Sachsen1.800 €15 %12 %15,80 €34,1
14Baden-Württemberg1.400 €26 %15 %6,20 €31,2
15Thüringen1.400 €16 %16 %10,80 €29,4
16Mecklenburg-Vorpommern1.400 €20 %14 %1,10 €0,0

Über Preply: Die Online-Lernplattform Preply bringt tausende Lernende und private Lehrer digital zusammen. Das Netzwerk baut auf 40.000 verifizierten privaten Lehrern und Tutoren in über 50 Sprachen und einem intelligenten Algorithmus, der Schüler mit dem am besten passenden Lehrer zusammen bringt. Die Tutoren erstellen anschließend individuelle Unterrichtspläne, die auf das Budget, den Zeitplan und den Kenntnisstand des Lernenden abgestimmt sind. Auf diese Weise haben Schüler aus 150 Ländern über zwei Millionen Unterrichtsstunden von Lehrern aus 110 Ländern genommen. Preply wurde 2013 von den Gründern Kirill Bigai, Dmytro Voloshyn und Serge Lukyanov in der Ukraine gegründet. Das Unternehmen hat seither mehr als 15 Millionen US-Dollar Investments erhalten und verfügt über mehr als 180 Angestellte mit über 25 Nationalitäten in Zweigstellen in Kiew und Barcelona.

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