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Cummins-Produktionsstätte für Brennstoffzellenantriebe in Herten offiziell eröffnet

In Anwesenheit von Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde am 3. März 2022 die neue Produktionsstätte für die Serienfertigung von Wasserstoff-Brennstoffzellen basierten Antriebssystemen für Züge des US-Unternehmens Cummins in Herten offiziell in Betrieb genommen.

Wasserstoff-Brennstoffzellen

In Anwesenheit von Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde am 3. März 2022 die neue Produktionsstätte für die Serienfertigung von Wasserstoff-Brennstoffzellen basierten Antriebssystemen für Züge des US-Unternehmens Cummins in Herten offiziell in Betrieb genommen.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen: „In Herten wurde schon sehr früh das Potential von Wasserstoff erkannt. Das zahlt sich nun aus: Mit der Ansiedlung der Cummins Hydrogenics GmbH entstehen neue, innovative Arbeitsplätze. Die Inbetriebnahme der neuen Brennstoffzellen-Produktion zeigt auch: Strukturwandel bietet Chancen, wenn man ihn engagiert angeht. Mit der Wasserstoff-Brennstoffzelle können wir es schaffen, die klimaneutrale Transformation der Industrie und der Mobilität erfolgreich zu gestalten.“

Bauherr der Anlage ist die städtische Tochtergesellschaft HTVG mbH, die schon mehrere High-Tech- Ansiedlungen in Herten realisiert hat. Sie hat das Gebäude exakt nach den Vorgaben von Cummins gebaut und es langfristig an das amerikanische Unternehmen vermietet. „Der Produktionsstart in Herten ist ein Meilenstein für unser Engagement in diesem Bereich“, betont Bürgermeister Matthias Müller. „Wer sehen möchte, wie Wasserstoff-Technologie funktioniert, muss nach Herten kommen.“

Die Cummins Inc. mit Hauptsitz in Columbus, Indiana, USA, ist ein weltweit führendes Unternehmen der Energie- und Wasserstofftechnologie. In Herten wird die Tochtergesellschaft Cummins Hydrogenics GmbH zunächst Brennstoffzellensysteme für Alstom-Züge, die ersten mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenen Personenzüge der Welt produzieren. Außerdem wird an der Weiterentwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen gearbeitet. In einem nächsten Schritt werden die in Herten produzierten Brennstoffzellen nach ihrem Einsatz hier auch wieder aufbereitet.

Nur 10 Monate Bauzeit

In der Rekordbauzeit von zehn Monaten entstand auf dem Gelände der ehemaligen Steinkohlenzeche Ewald auf einem 7.800 m² großen Grundstück ein hochmodernes Gebäude. Es besteht aus einem zweigeschossigen Bürotrakt mit ca. 1.200 m² Nutzfläche und einer eingeschossigen Produktions- und Montagehalle mit einer Nutzfläche von ca. 3.000 m².

„Wir sehen mittel- und langfristig hier in Herten eine gute Perspektive“, so Dr. Bernd Pitschak, Geschäftsführer der Hydrogenics GmbH, der Cummins-Tochter am Standort Herten. „Die Kombination aus Flächenangebot, Verkehrsanbindung und der Nähe zu einschlägigen Universitäten ist nahezu einmalig in Deutschland. Und nicht zuletzt die Wasserstoff-Affinität der Stadt Herten und die Unterstützung im Planungs- und Umsetzungsprozess sind Argumente für den Standort.“

Bei der Errichtung der Anlage waren durch den Bauherrn höchste Qualitätsanforderungen u.a. an den vorbeugenden Brand- und Explosionsschutzschutz von Cummins zu beachten. So ist das gesamte Gebäude mit einer Sprinkleranlage ausgestattet, besonders kritische Bereiche wurden zusätzlich mit einer Gaslöschanlage gegen Brandentstehung geschützt. In die Testräume wurden spezielle Vorrichtungen zum Explosionsschutz eingebaut.

Überhaupt stellte die Planung der Testräume die Anlagenbauer vor ungewohnte Herausforderungen. Jedes montierte Antriebssystem muss vor der Auslieferung gründlich getestet werden. Dabei wird notwendigerweise elektrischer Strom erzeugt, der ins Hertener Energienetz eingespeist wird. Um dies zu ermöglichen, war mit technischer Unterstützung der Hertener Stadtwerke der Einbau komplexer Netzrückeinspeisesysteme erforderlich.

Wasserstoffstadt Herten: https://wasserstoffstadt-herten.de/

Quelle und Bildrechte: Pressestelle der Stadt Herten

Wasserstoff-Brennstoffzellen
Talkrunde bei der Eröffnung des Cummins-Standortes in Herten, u.a. mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und Hydrogenics-Geschäftsführer Dr. Bernd Pitschak (v.l.).

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