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Long-Covid: Gründung einer Selbsthilfegruppe im Ennepe-Ruhr-Kreis

Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, starke Erschöpfung – mehr als eine halbe Million Menschen leiden in Deutschland noch Monate nach einer Corona-Infektion an Symptomen wie diesen. Long-Covid heißt die Diagnose für gesundheitliche Beschwerden, die länger als drei Monate nach der Infektion anhalten.

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Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, starke Erschöpfung – mehr als eine halbe Million Menschen leiden in Deutschland noch Monate nach einer Corona-Infektion an Symptomen wie diesen. Long-Covid heißt die Diagnose für gesundheitliche Beschwerden, die länger als drei Monate nach der Infektion anhalten.

Betroffene sind eingeladen, sich am Donnerstag, 17. März, um 16 Uhr in der KISS EN-Süd in der Kölner Str. 25 in Gevelsberg zu treffen. Ziel ist die Gründung der ersten Selbsthilfegruppe für Long-Covid im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis.  

„In einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Long-Covid können Erfahrungen ausgetauscht und hilfreiche Informationen und Tipps weitergegeben werden. Die Ideen und Wünsche derer sind gefragt, die beim Aufbau dieser Gruppe mitmachen möchten“, erklärt Susanne Auferkorte von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie steht der eigenständig organisierten Gruppe unterstützend zur Seite.

Diagnose Long Covid dauert lange

Die Initiative zur Gruppengründung hat Anja Oetzel aus Gevelsberg getroffen. Sie weiß was es heißt, offiziell genesen aber dennoch chronisch krank zu sein: „Bis endlich die Diagnose Long-Covid gestellt wurde, vergingen so viele Monate. Oftmals musste ich gegen Wände laufen und mich erklären. Nein, ich bilde mir die Symptome nicht ein – mir geht es schlecht.“

Mittlerweile spürt Oetzel Besserungen, weiß, was ihr gut tut. Aber sie muss mit ihren Kräften haushalten und Stück für Stück ihr altes Leben wieder zurückgewinnen: „Augenblicklich ist mein Tagesprogramm ordentlich gefüllt mit Terminen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Ergo- und Physiotherapeuten und auch beim Psychotherapeuten. Die Gespräche dort helfen mir, nicht an mir zu zweifeln und wieder positiver in die Zukunft zu schauen. Mein nächstes Etappenziel lautet: Selbsthilfegruppe. Zusammen mit der KISS will ich Menschen treffen, denen es ähnlich geht. Es ist so wichtig zu erleben, dass man nicht allein ist.“

Ansprechpartnerin für Anmeldungen ist Susanne Auferkorte, E-Mail: Susanne.Auferkorte@en-kreis.de, Tel.: 02332/66 40 29. Vor Ort gilt die 3G-Regel.

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