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Bürgerfest zur Fertigstellung des Projekts „Katernberger Bach – Mach mit!“ – Emschergenossenschaft und Stadt Essen laden ein

Von grau zu blau – oder besser gesagt: zu blaugrün. Der einst verrohrte Katernberger Bach gehört nun der Vergangenheit an. Die Fertigstellung des Projekts „Katernberger Bach – Mach mit!“ wird am Samstag, 14. Mai, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr gefeiert.

Katernberger Bach wieder blaugrün
Der einst verrohrte und unterirdische Katernberger Bach wurde von der Emschergenossenschaft und der Stadt Essen offengelegt und zum blaugrünen Naherholungsort direkt vor der Haustür verwandelt. Die Aufwertung der Natur und des Wohnraums für die Anwohnerinnen und Anwohner wird am Samstag auf dem Bürgerfest zelebriert. (c) Andreas Fritsche / EGLV

Von grau zu blau – oder besser gesagt: zu blaugrün. Der einst verrohrte Katernberger Bach gehört nun der Vergangenheit an. Die Fertigstellung des Projekts „Katernberger Bach – Mach mit!“ wird am Samstag, 14. Mai, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr gefeiert. Im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das neue Emschertal“ wurde der ehemalige unterirdische Schmutzwasserlauf zu einem Naherholungsort direkt vor der Haustür im Herzen des Stadtteils verwandelt. Am Blauen Klassenzimmer der Freien Schule Essen (Schalker Straße 19A, 45327 Essen) findet die Feierlichkeit mit Mitmachaktionen, Speis und Trank sowie vielen Spielen für junge und alte Gäste statt.

Die Eröffnung erfolgt im Rahmen des bundesweiten „Tages der Städtebauförderung“, bei dem über 500 Kommunen ihre Projekte zur Städtebauförderung präsentieren. Mit dabei sein werden Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen und Dr. Emanuel Grün, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft. Sie werden gemeinsam mit den vielen Projektpartnern (u.a. von der Stadt Essen, von der Emschergenossenschaft und aus dem Stadtteil) eine Info-Stele am Blauen Klassenzimmer enthüllen. Was Verpflegung und Unterhaltung angeht, können die Gäste ein großes Angebot erwarten: von Infoständen über Essensständen bis hin zu Torwandschießen, Emscher-Mitmachstand und Spielmobil – vieles ehrenamtlich aus Katernberg selbst organisiert.

Am Samstag kann außerdem zum ersten Mal das neue und große Graffiti mit dem Schriftzug „Komm an den Bach“ an der Freien Schule bewundert werden. An der Wand ist ebenfalls ein QR-Code angebracht. Mit dem Handy gescannt gelangt man zu Audioguides, die von den Schülerinnen und Schülern der Schule sowie einigen Lehrkräften besprochen wurden. Dank der Tonaufnahmen erfahren Besucherinnen und Besucher nützliche und wissenswerte Informationen zum neuen Katernberger Bach – ganz leicht von den Kindern erklärt. Die Stadt Essen hat ebenfalls fleißig gebaut: Von ihr stammen unter anderem der neue große Kinderspielplatz, der Jugendort und der Parcoursspot.

Umbau des Katernberger Bachs

Der Katernberger Bach floss seit den 1960er-Jahren größtenteils unterirdisch verrohrt durch den Essener Stadtteil Katernberg. Dadurch war er in der Wahrnehmung der Menschen kaum vorhanden. Im Rahmen des Generationenprojektes Emscher-Umbau wurde das Gewässer offengelegt. Um das Reinwasser von dem Schmutzwasser zu trennen, wird die zuvor bereits vorhandene Gewässerverrohrung nun als Abwasserkanal benutzt. Anschließend wurde der Grünzug neu gestaltet. Dafür wurden circa 90.000 Kubikmeter Boden bewegt. Nun befinden sich an dem neu entstandenen offenen Bachlauf verschiedene Furten, ein sogenanntes „Matschufer“ und ein Blaues Klassenzimmer als Lernstandort im Freien. In den Umbau des Katernberger Bachs investierte die Emschergenossenschaft rund 29 Millionen Euro.

Für die Maßnahmen zum ökologischen Gewässerumbau erhält die Emschergenossenschaft eine Zuwendung durch das Umweltministerium des Landes NRW in Höhe von 50 Prozent der Investitionssumme. Projekte wie das Blaue Klassenzimmer werden vom NRW-Städtebauministerium im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ mit knapp 350.000 Euro gefördert. Da Katernberg zum Städtebaufördergebiet „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier, Stadtbezirk VI Zollverein, Essen“ zählt, wurden auch auf Initiative der Stadt Essen für die städtebauliche Integration und zur Stärkung der Erlebbarkeit des neuen Gewässers Fördermittel des NRW-Städtebauministeriums in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten (knapp 1,3 Millionen Euro) bewilligt. Den Rest trägt die Stadt Essen als Eigenanteil.

Gemeinsam für das neue Emschertal

Das Projekt „Katernberger Bach – Mach mit!“ ist umgesetzt worden im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das neue Emschertal“ zwischen der Emschergenossenschaft und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel war es, am Katernberger Bach zusätzlich zu den Maßnahmen der ökologischen Verbesserung im Zuge des Emscher-Umbaus weitere Stationen entstehen zu lassen, die das Gewässer zugänglich machen und es so in das Stadtteilleben einbinden.

Die Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz. www.eglv.de

Quelle und Bildrechte: Emschergenossenschaft/ Lippeverband; (c) Andreas Fritsche/ EGLV

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