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Afrikanischer Blues mit traditionellen Wurzeln: Klangkosmos am 5. April in der Pauluskirche in Hamm

Erstmalig macht der Klangkosmos am Dienstag, 5. April (18:00 Uhr, Pauluskirche) Station im Sudan. Zu Gast ist Sänger, Musiker, Komponist und Schauspieler Ebo Krdum. Er spielt diverse Instrumente und singt in acht verschiedenen Sprachen.

Ebo Krdum
Ebo Krdum (c) Olof Grind

Erstmalig macht der Klangkosmos am Dienstag, 5. April (18:00 Uhr, Pauluskirche) Station im Sudan. Zu Gast ist Sänger, Musiker, Komponist und Schauspieler Ebo Krdum. Er spielt diverse Instrumente und singt in acht verschiedenen Sprachen. Seine Lieder beschäftigen sich mit aktuellen Themen wie Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Vielfalt. Ein mitreißender, zeitgenössischer afrikanischer Blues und Beat, der auf den traditionellen Musikstilen der Subsahara basiert.

Sein kongenialer Partner an Balafon (eine Art Xylophon) und diversen Perkussionsinstrumenten ist Robin Cochrane. Im Klangkosmos präsentiert er Stücke aus seinem ersten Soloalbum „Diversity“.

Schon in seiner frühen Jugend entdeckte Ebo, dass er mit bloßen Händen trommeln und die Leute in seinem Dorf unterhalten konnte. In der Schule gehörte er einer organisierten Gruppe von Kindern in seinem Alter an, deren Talente in Theater, Tanz und Musik gefördert wurden. Im Alter von 13 baute er seine eigene Gitarre und lernte das Spielen über das Radio seines Vaters und den einzigen Schwarz-Weiß-Fernseher im Dorf, wo er Künstler wie Ali Farka Touré und Boubacar Traoré hören konnte. Später lernte er weitere Instrumente wie Gojo, Ngoni, Oud, Tambur, Schlagzeug, Keyboard und verschiedene Flöten.

Als 2003 der Krieg in Darfur begann, wurde Ebo zu einer wichtigen Stimme für die friedliche Revolution. Zunächst war er als Freiwilliger bei der WHO im humanitären Bereich tätig, wechselte aber später zu weiteren internationalen NGOs und UN-Organisationen/-Agenturen, die während des Krieges zwischen den Revolutionären und der Regierung in Darfur vermittelten. Trotz oder gerade wegen der Eskalation der humanitären Situation in Darfur hat er die Musik nie aufgegeben. Die Musik war der Motor, der ihn am Leben hielt, und Hoffnung und kreative Energie bei der Arbeit gab. Die Erfahrungen, die er durch diese Arbeit gesammelt hat, haben ihm viele Ideen zum Schreiben gegeben – für das Theater wie die Musik. Die meisten seiner Texte und Stücke spiegeln die Tragödien und harten Wahrheiten wider und stellen sensible Themen wie Klassenunterschiede, Aufruf zu Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Bürgerrechte, schädliche traditionelle Gewohnheiten wie Kinder-Ehe oder Genitalverstümmelung, geschlechtsspezifische Gewalt, Gleichberechtigung, Vorurteile und Kritik an korrupten Politikern in den Mittelpunkt. Aus diesem Grund wurde Ebo als kritischer Künstler verfolgt und musste schließlich den Sudan verlassen. Heute lebt er in Schwedens Hauptstadt Stockholm, wo er zu den prominentesten Vertretern der Weltmusik gehört.

Der Eintritt ist wie immer frei, es gilt die aktuelle Corona-Schutzverordnung.

Quelle: Kulturbüro Stadt Hamm

Bildrechte: © Olof Grind

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