Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

Noch bis Sonntag: Struwwelpeter im Schloss Oberhausen

Zappel-Philipp, Paulinchen und Hanns Guck-in-die-Luft kennt jeder. Die Eltern dieses Erziehungsmonstrum von ihren Kindern fern halte, die kenne es auch. Und vermutlich kennen es deren Kinder längst. Die Figuren sind längst Kulturgut und Teil des kollektiven Gedächtnisse. Noch bis Sonntag, den 12. Januar 2020 sind Inspirationen des Struwwelpeters in der Ludwigsgalerie Schloss Oberhausen zu sehen. Eine öffentliche Führung ist am Sonntag für 11:30 Uhr vorgesehen.

Warum ist der Struwwelpeter weltberühmt, obwohl es nicht nur unter dem Stichwort der schwarzen Pädagogik oft Kritik hagelte und zahlreiche Kinder nach der Gute-Nacht-Geschichte Angst um ihre Daumen hatten?

Zum einen erzählt mit dem Struwwwelpeter erstmals ein Bilderbuch überhaupt Geschichten gezielt für Kinder. Zum anderen nutzt Dr. Heinrich Hoffmann eine neue reduzierte und karikierende Bildsprache, die sich von den biedermeierlichen Sehgewohnheiten stark abhebt. Mit seinem erzählenden Bilderbuch erschafft er ein Werk, das seine Leser bis heute fasziniert und zugleich erschaudern lässt.

Vom Alltagsbezug zeugen in der Ausstellung zusätzlich kuriose Objekte, Merchandise und Schallplatten. Ein eigener Ausstellungsbereich zeichnet Hoffmanns Porträt nach und zeigt sein Wirken im Kontext mit dem Biedermeier.

Struwwelpetriaden – international, schrill, politisch, kitschig, daneben, pointiert, mal im Geiste Hoffmanns, zum Teil mit originalem Text, aber auch umgedichtet, neu erdacht, weitergeschrieben oder mit neuen Charakteren versehen.

Mehr als 450 Zeichnungen, Illustrationen, Gemälde, Bücher und Objekte unter anderem aus der facettenreichen und internationalen Sammlung Sauer veranschaulichen die Geschichte und Entwicklung des Themas. Wie aus dem Urstruwwelpeter der uns allen bekannte Struwwelpeter wurde und was Darth Vader oder Mark Twain damit zu tun haben, können BesucherInnen noch bis Sonntage in der Ludwiggalerie – direkt am CentrO – entdecken.

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