Kochen & Migration: Das Essen der Anderen

Ethnische Gastronomie? Klar waren wir alle mal beim Griechen oder Chinesen essen. Haben wir aber auch schon mal chinesisch, brasilianisch oder syrisch gekocht? Was kochen die? Und was für Zutaten nehmen die? Sich damit zu befassen, will ein Kochbuch-Projekt näher bringen. Und zwar Einheimischen genau wie Zugewanderten.

Die Jugendgruppe der Kolpingsfamilie Wattenscheid-Westenfeld hat im Oktober gemeinsam gekocht. Und zwar unter Anleitung von Frau Mahmout. Angeregt wurde dies von einer örtlichen Flüchtingsinitiative. Denn die Familie Mahmout ist aus Syrien nach Deutschland gekommen. Die Kinder der Familie sind schon seit langem Teil der Jugendgruppe.

Anlass war ein Kochbuch-Projekt, das sogar vom Integrationsrat der Stadt gefördert wird. Migranten kochen. Und sie kochen etwas aus ihrer Heimat. Die Rezepte werden im Internet und in einem Kochbuch festgehalten. Das gibt es inzwischen gedruckt und wurde auch in einigen Geschäften in Bochum und Wattenscheid ausgelegt. Und zwar gerade in solchen Läden, in denen es die Zutaten gibt, die nicht jeder kennt. Es geht nicht nur darum Verständnis für das Fremde, sondern Toleranz zwischen allen – gerade aus verschiedenen Herkunftsländern – zu wecken.

Schon mal Kochbananen gegessen? Die gibt es in Bochum hinterm Hauptbahnhof zu kaufen. Was ist mit Wan Tan? Gegessen, aber den speziellen Teig gibt es in einigen Asia-Märkten. Und Weintraubenblätter gibt es oft in Geschäften mit Waren aus dem Nahen Osten.

Unter zusammen-essen.de finden sich die Rezepte. Und das Kochbuch als PDF.
Online kann das Kochbuch noch wachsen. Als nächstes kocht die Jugendgruppe spanisch. Eines der Kinder hat eine spanische Mutter. Das wusste bis zum Kochen mit Frau Mahmout keiner.

Das Bild zu diesem Beitrag zeigt das einfachste Gericht im Kochbuch: Irish Breakfast.

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