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NRW: Hebammen oft überlastet


Hebammen stoßen oft an ihre Kapazitätsgrenzen. So müssen Schwangere durchschnittlich vier Hebammen anrufen, um eine für ihre Betreuung im Wochenbett zu finden. 7,8 Prozent der teilnehmenden Frauen riefen mehr als zehn Hebammen an. 1,1 Prozent der Gebärenden wird sogar wegen Überfüllung am Kreißsaal abgewiesen. Die Daten zu dieser Erkenntnis hat die Hochschule für Gesundheit in Bochum zusammengetragen und jetzt veröffentlicht.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte zur Studie: „Die Hebammen in Nordrhein-Westfalen machen eine sehr gute Arbeit. Auch wenn die geburtshilflichen Abteilungen sehr gut erreichbar sind und der Großteil der Frauen ihr Kind an dem von ihnen gewünschten Ort bekommen, sehe ich in manchen Punkten Handlungsbedarf: 19 Prozent der Mütter mussten mehr als sechs Hebammen anrufen, um eine Zusage für eine Betreuung zu erhalten. Auch die Hebammen werden durch viele Anfragen belastet. Hier scheint es ein Vermittlungsproblem zu geben. Daher werde ich die Einrichtung einer digitalen Plattform zur passgenauen und wohnortnahen Vermittlung unterstützen.“

Im Rahmen des Forschungsprojektes „HebAB.NRW – Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen (NRW)“ der Hochschule für Gesundheit (hsg) Bochum waren 1.783 Frauen und 1.924 Hebammen befragt worden.

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