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Bochum

Musikhaus Bochum: Schon wieder ein Baubeschluss

Es ist schon wieder passiert: Nach einigem Hin und einigem Her hat der Rat der Stadt Bochum wieder einen weiteren Baubeschluss für ein neues Heim der Bochumer Symphoniker (BoSy) gefasst. Wir erinnern uns: Das Heim der BoSy durfte nie als Konzerthaus firmieren, sondern nur als Spielstätte. Für diese wurden dann auch drei Baubeschlüsse gefasst. Wie und wo, mit maximal wie viel Geld und dann doch irgendwie anders zu bauen, war beschlossen worden. Nur war das nie ein finaler Plan, der dann umgesetzt wurde. Das hat hunderttausende Euronen gekostet, aber noch liegt am Standort des jetzt Musikhaus genannten Heimes nur ein Schotterbett, kein Stein wirklich auf dem anderen. Und zuletzt ist das Konzept Konzerthaus gestorben, um als Musikhaus wieder aufzuerstehen.

Und auch diesmal ging ein Streit voraus, der da irgendwo zwischen SPD und Grünen ausgefochten worden ist. Ich bin schon müde davon zu berichten. Man lese DerWesten der letzten Wochen. Der ewige grüne Umfaller Wolfgang Cordes wird dann wieder einen Kompromiss in Koalitionsanträge für den Rat gegossen haben. Einen hübschen Placebo-Beruhigungsbeschluss für die Grünen kam heraus. Insbesondere ist jetzt die Bausumme wieder begrenzt worden. Der Bau des Konzerthauses darf nicht mehr als 16,5 Mio. Euro (Städtebauförderung, Land, EU … Steuergelder am Ende) plus 14,3 Mio. Euro (Stiftung … Spendengelder) kosten. Da fehlt jetzt noch ein Rest und dann ist die wirklich Obergrenze erreicht: 33 Mio. Euro. Und damit sind die Grünen zufrieden gestellt.

Wie dämlich sind die Grünen eigentlich?
Zwei Fragen dazu:

1. Wird der Bau wirklich genau bei 33 Mio. Euro Baupreis landen?
Da kann natürlich einiges gemacht werden. Einzelne Posten könnten herausgelassen werden, u. a. notwendige Inneneinrichtung und damit meine ich nicht nur die Stühle für den Konzertsaal. Gestaltung des Vorplatzes? Heizungsanlage oder besser Kontrakt mit einem Dienstleister, der alles mitbringt und den Laden beheizt (PPP). Da geht noch einiges. Notfalls muss ne städtische Tochter noch eine entsprechende Sachspende erbringen.

2. Und was machen wir, wenn der Bau bei der Endabrechnung doch teurer geworden ist? Reißen wir dann eine Ecke des Konzertsaals oder einen Seitenbau wieder ab? Wie will man das denn sanktionieren? Auch dahinter steckt ne Milchmädchenrechnung. Wer bestellt, der bezahlt, was er bestellt hat.

Mal schauen, welche Beschlüsse noch kommen. Da kommen noch Entwürfe und ‚was weiß ich was‘ auf uns zu.

2 Comments

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