DB-Tochter fährt Maas-Wupper-Express

Ausweitung der grenzüberschreitenden Verbindung zwischen den Niederlanden und Deutschland – direkt und ohne Umsteigen mit dem RE 13 bis Eindhoven

Gemeinsame Pressemeldung von NWL und VRR – Gelsenkirchen, Unna, Den Haag, 3. Januar 2022

Vergabeentscheidung für den Maas-Wupper-Express Ausweitung der grenzüberschreitenden Verbindung zwischen den Niederlanden und Deutschland – direkt und ohne Umsteigen mit dem RE 13 bis Eindhoven

Die politischen Gremien von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) haben die Vergabeentscheidung für die Regionalexpress-Linie RE 13, den „Maas-Wupper-Express“, an die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH beschlossen. Das Tochterunternehmen der DB Regio AG konnte sich im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbsverfahrens gegen die Konkurrenz durchsetzen. Gemeinsam mit dem Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat auf niederländischer Seite hatten die beiden NRW-Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die Ausschreibung der neuen Zugverbindung auf den Weg gebracht. Gegenstand des Verfahrens war der Betrieb der Regionalexpress-Linie ab Dezember 2026 mit einer Verlängerung über das bisherige Linienende Venlo hinaus bis Eindhoven. Der Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 14 Jahren.

„Das hohe Interesse der Unternehmen, die an diesem Bieterverfahren teilgenommen haben, am Betrieb dieser Linie zeigt uns, dass der Wettbewerb trotz der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen im SPNV funktioniert“, sagt VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser. „Wir sind überzeugt, dass wir mit der Entscheidung im Ergebnis eine verbesserte Betriebsqualität zu wirtschaftlichen Bedingungen auf die Schiene bringen.“ Die direkte Zugverbindung mit dem neuen Linienweg von Hamm über Hagen, Wuppertal, Düsseldorf und Mönchengladbach nach Venlo und weiter nach Eindhoven wird durch die Integration des bestehenden IC Eindhoven-Venlo in die heutige Linie RE 13 zwischen Hamm und Venlo realisiert. So entsteht eine tägliche, stündliche und umsteigefreie Verbindung, mit erhöhten Kapazitäten zu den Hauptverkehrszeiten und an den Wochenenden. Die Verlängerung des RE 13 ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 geplant. „Mit der Verlängerung der grenzüberschreitenden Verbindung erweitern und verbessern wir den Schienenpersonennahverkehr in unserem Bundesland um eine weitere Komponente. Die Verbindung eröffnet der Bevölkerung in beiden Regionen deutlich komfortablere Pendelmöglichkeiten und attraktive Reiseverbindungen. Das erweiterte Streckennetz fungiert als wichtiger Zubringer für die Linien des künftigen Rhein-Ruhr-Express. So gelangen alle Fahrgäste auf besonders schnellem Weg in die Städte an Rhein und Ruhr und in die Niederlande“, ergänzt Ronald R.F. Lünser. „Mit den eingesetzten Fahrzeugen werden wir eine neue Qualitätsstufe für den RE 13 erreichen. Das Fahren auf dieser Linie wird komfortabler und angenehmer. Dies wird die Attraktivität des SPNV steigern und soll mehr Menschen zum Umstieg in die Bahn motivieren“, sagt Joachim Künzel, Geschäftsführer des NWL. „Uns ist ein wichtiger Meilenstein bei der Verbesserung des internationalen Zugverkehrs und ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches, bilaterales Wettbewerbsverfahren einer grenzüberschreitenden Zugverbindung gelungen”, ergänzt Staatssekretär Van Weyenberg, Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat

Neue Fahrzeuge von Stadler

Zum Einsatz kommen 20 Neufahrzeuge der Stadler Pankow GmbH. Die Fahrzeuge vom Typ Flirt3XL sind mehrsystemfähig und somit für die unterschiedlichen Strom- und Zugsicherungssysteme in Deutschland und den Niederlanden konzipiert. Bei den Anforderungen an die Züge wurde seitens VRR und NWL erneut viel Wert auf qualitative Aspekte für einen erhöhten Reisekomfort gelegt. Die Einstiegsbereiche der neuen Züge sind etwa 80 Zentimeter über Schienenoberkante. Das ermöglicht den Fahrgästen sowohl auf deutscher als auch niederländischer Seite einen niveaugleichen Einstieg in die Nahverkehrszüge an den Bahnsteigen mit der Standardbahnsteighöhe von 76 Zentimetern. An jedem Einstieg befinden sich großzügige Mehrzweckbereiche, die mobilitätseingeschränkten Personen und Fahrgästen mit Fahrrädern, Kinderwagen oder Gepäck zugutekommen.

Kooperation für eine direkte Zugverbindung Bereits seit dem Jahr 2016 haben sich die Verkehrsministerien des Landes Nordrhein-Westfalen und der Niederlande, die Provinzen Limburg und Noord-Brabant sowie der VRR intensiv ausgetauscht, mit dem Ziel, den grenzüberschreitenden Verkehr im SPNV zwischen Düsseldorf und Eindhoven weiter zu verbessern.  Dafür hatten alle Beteiligten im Jahr 2019 eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung und Finanzierung dieser grenzüberschreitenden Verbindung abgeschlossen.

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr
Startseite | Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (vrr.de)

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