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Nachhaltige Textilien: Stadt Bochum beschafft fair und ökologisch

Schuhe sind nicht gleich Schuhe. Das gilt auch für die Sicherheitsschuhe städtischer Beschäftigter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bochumer Bauämter testen gerade Modelle, die fair und nachhaltig hergestellt, beschafft und geliefert sind.

Nachhaltige Textilien: Stadt Bochum beschafft fair und ökologisch
Nachhaltige Kleidung bei der Bochumer Feuerwehr. Foto: André Grabowski / Stadt Bochum, Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation

Schuhe sind nicht gleich Schuhe. Das gilt auch für die Sicherheitsschuhe städtischer Beschäftigter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bochumer Bauämter testen gerade Modelle, die fair und nachhaltig hergestellt, beschafft und geliefert sind.

„Unsere Bauämter testen die nachhaltigen Arbeitssicherheitsschuhe aktuell, um zu schauen, ob sie der täglichen Benutzung standhalten“, sagt Marcel Budde, Mitarbeiter des Zentralen Einkaufs der Stadt Bochum. Sie kommen zum Einsatz beim Grünschnitt in Parks, bei Pflasterarbeiten an Gehwegen oder auf Baustellen. Doch was heißt „nachhaltig und fair“? „Die Produkte sind zum Beispiel ohne Kinderarbeit, ohne gefährliche Arbeitsbedingungen, ohne Zwangsarbeit und mit wenig CO2-Ausstoß hergestellt“, erläutert der strategische Einkäufer. „Kurze Lieferwege, ein Recycling-Anteil, Langlebigkeit und zuletzt der Preis spielen ebenfalls eine Rolle für unsere faire, ökologische und ökonomische Beschaffung.“

Für die Arbeitsschuhe gilt: Sie sind frei von Schadstoffen und erfüllen hohe Nachhaltigkeitsstandards. Seit Anfang Mai durchläuft das Schuhwerk den Tragetest: „Wir erhalten bisher ausschließlich gutes Feedback zu den Schuhen. Sie sind bequem und weisen keinen Unterschied zu den konventionellen Arbeitsschuhen auf“, freut sich Budde.

Auch an anderen Stellen tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits nachhaltige Dienstkleidung: Bochums Feuerwehrfrauen und -männer tragen „FAIRantwortung“ in Form von nachhaltigen Pullovern, Polo- und T-Shirts aus der Beschaffung des Zentralen Einkaufs. „In der Produktgruppe Textilien ist die Umstellung von konventionell gefertigter Kleidung auf nachhaltige bereits besonders gut gelungen“, so der städtische Einkäufer.

Anfang 2020 hat der Zentrale Einkauf der Stadt Bochum begonnen, seine Prozesse auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Dazu sind im Bereich fair, ökologisch und ökonomisch Kriterien wie „keine Kinderarbeit“, „wenig CO2-Ausstoß“ und „Langlebigkeit“ festgelegt worden, um nachhaltig zu beschaffen. „In unserem Prozess haben wir alle wichtigen Kriterien gebündelt“, sagt Budde.

Bei der Beschaffung von Dienstkleidung sind ausschließlich nachhaltige Angebote seitdem zugelassen. Bei Spezialkleidung, die beispielsweise für Feuerwehrfrauen und -männer besonders schnitt- oder feuerfest sein muss, sind bei der Vergabe von Aufträgen die Kriterien für Nachhaltigkeit mit mindestens 30 Prozent in der Wertung zu berücksichtigen. Natürlich bleiben die Sicherheitsfunktionen der Spezialkleidung eine Grundvoraussetzung. Firmen, die an Vergabeverfahren teilnehmen, geben dazu Siegel oder vergleichbare Nachweise an.

Der Stadt Bochum ist jedoch wichtig, dass nicht nur die Produkte nachhaltig sind, sondern auch die Beschaffung dies ist. Die Vergabeverfahren wickelt der zentrale Einkauf vollständig digital ab und spart dadurch Papier. „Nachhaltigkeit gewinnt in unserer Gesellschaft und in der Industrie immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund ist die verantwortungsvolle Beschaffung von Produkten ein Schlüsselelement unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, schildert der Einkäufer.

Weil Bochum Nachhaltigkeit zentral wichtig ist, hat die Stadt im Juni das diesjährige bundesweite Netzwerktreffen „Faire Beschaffung“ ausgerichtet. Mehr als 80 Beschafferinnen und Beschaffern von Kommunen aus ganz Deutschland und den Niederlanden haben sich dazu im RuhrCongress getroffen. Dort haben sie sich in Workshops und Podiumsdiskussionen darüber ausgetauscht, welche Produkte für den städtischen Bedarf am Markt fair und nachhaltig verfügbar sind, wie man sich als Großbetrieb für einen solchen Einkauf aufstellt und welche Chancen, Problemen, Risiken und Lösungen es bei nachhaltigen Bestellungen gibt.

Quelle und Bildrechte: Pressestelle der Stadt Bochum

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