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Kunstausstellung der Ruhrfestspiele 2022: Flo Kasearu – Flo’s Retrospective

Mit „Flo’s Retrospective“ zeigt die Kunsthalle Recklinghausen im Rahmen der Ruhrfestspiele 2022 die erste Einzelausstellung der estnischen Künstlerin Flo Kasearu (*1985) in Deutschland. Flo Kasearu vermag es sozial dringliche und politisch relevante Themen auf bemerkenswerte Weise in ihren installativen und interaktiven Arbeiten zu verdichten.

Kunsthalle Recklinghausen
1. Mai bis 7. August 2022

Mit „Flo’s Retrospective“ zeigt die Kunsthalle Recklinghausen im Rahmen der Ruhrfestspiele 2022 die erste Einzelausstellung der estnischen Künstlerin Flo Kasearu (*1985) in Deutschland. Flo Kasearu vermag es sozial dringliche und politisch relevante Themen auf bemerkenswerte Weise in ihren installativen und interaktiven Arbeiten zu verdichten.

„Die Kunstausstellung der Ruhrfestspiele blickt auf eine über siebzigjährige Geschichte zurück und hat einen bedeutenden und festen Platz im jährlichen Ausstellungskalender der Stadt Recklinghausen. Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr die Künstlerin Flo Kasearu begrüßen dürfen“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. Für die Kunsthalle wird Kasearu ihre eigene Retrospektive inszenieren, die sich sowohl globalen Themenkomplexen wie Wirtschaftskrisen und Nationalismen widmen wird, als auch die damit verbundenen absurden Seiten des Kunstsystems und patriarchisch-hierarchische Strukturen offenlegen will. In ihrer künstlerischen Praxis seziert, erforscht, verhandelt und zelebriert Kasearu das Verhältnis von Ernst und Humor, von Strenge und Witz. Sie findet ihr Material oft im Alltäglichen, in dem was in Familien und hinter verschlossenen Türen geschieht und nicht gesehen werden soll, und sie bringt gleichsam durch ihre künstlerische Praxis eben jene Themen zurück auf die Straße und zu den Menschen, die sie betreffen. „Flo Kasearu ist eine Künstlerin, wie für die Ruhrfestspiele gemacht. Ihre Kunst ist humorvoll und tiefgründig, sie konfrontiert uns mit der Wirklichkeit, verliert absichtlich Bodenhaftung und steht doch mit beiden Beinen auf dem Boden. Flo Kasearu nimmt uns mit in eine fantastische Welt, in der die Dinge leichter und besser sind und zeigt uns so, was wir ändern müssten, um in ihr Utopia zu kommen – politisch ohne Zeigefinger, spielerisch mit Tiefgang, frech mit sehr viel Wärme,“ so Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele.

Kunsthallen-Direktor Dr. des. Nico Anklam betont: „Ruhrfestspiele und Kunsthalle waren von Beginn an eng verwoben – es ist eine große Freude diese Tradition mit Olaf Kröck und seinem Team nun auszubauen und gemeinsam neue Wege zu gehen. In Flo Kasearus Werk verdichten sich Themen der aktuellen Kunst, die auch Diskurse der Performativität berühren. Hier trifft also Museum auf Theater. Und dabei sind ihre Arbeiten überraschend zugänglich und lassen schmunzeln. Das ist nun in Recklinghausen mit Flo Kasearus erster Einzelausstellung in Deutschland bei uns zu erleben.“

Kasearus Haus in Tallinn ist ihr vielleicht umfassendstes Kunstwerk, das das post-sowjetische Erbe und die kapitalistische Realität Estlands reflektiert. Kasearu wird Aspekte, Objekte und Themen ihres „House Museums“ in der Kunsthalle Recklinghausen inszenieren. Einen erweiterten Auftritt in und um die Kunsthalle und das Ruhrfestspielhaus wird ihr jüngstes Projekt haben: die „Disorder Patrol“. Eine in absurden Uniformen agierende und mit Gymnastikbändern ausgestattete Aufsichtskolonne wird dafür sorgen, dass sich die Besucher*innen sowohl im als auch außerhalb des Museums gänzlich un-ordentlich verhalten.

Flo Kasearu ist eine der herausragenden Künstler*innen ihrer Generation, deren Werke bereits vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurden. Geboren 1985 in Pärnu, Estland, studierte sie an den Kunstakademien in Talinn und Berlin. Ihre Ausstellungen führten sie in namhafte Museen und zu Festivals unter anderem in Estland, Amerika, Ungarn, Polen, Finnland, Litauen sowie nach Österreich, wo sie mit ihrer „Disorder Patrol“ am „Steirischen Herbst 2021“ in Graz teilnahm.

Ausstellungsleitung: Nico Anklam, Kerstin Weber

Ausstellungseröffnung: Samstag, 30. April 2022 um 17 Uhr
Ausstellung: 1. Mai bis 7. August 2022
Öffnungszeiten: di-so, feiertags, 11:00 bis 18:00 Uhr
Öffentliche Führungen: jeden Sonntag um 11:00 Uhr

Die Ausstellung wird von einem Performance-Programm begleitet. Die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Eine Eintrittskarte zu Vorstellungen der Ruhrfestspiele am gleichen Tag berechtigt zum kostenlosen Besuch der Kunsthalle. Karten können ausschließlich vor Ort erworben werden.

Quelle: Pressemitteilung Ruhrfestspiele Recklinghausen

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