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Koalition bröckelt bei Südumfahrung der Wittener Straße

Im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur wurde am 06.04.2022 eine Umfahrung der Wittener Straße für den Radverkehr mit Stimmen von SPD und CDU gegen die Grünen als Koalitionspartner der Sozialdemokraten durchgedrückt. Dazu erklärt Nikolas Lange, Verkehrsexperte der STADTGESTALTER und Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur:

Radverkehrskonzept in Bochum
Koalition bröckelt bei Südumfahrung der Wittener Straße

Im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur wurde am 06.04.2022 eine Umfahrung der Wittener Straße für den Radverkehr mit Stimmen von SPD und CDU gegen die Grünen als Koalitionspartner der Sozialdemokraten durchgedrückt. Dazu erklärt Nikolas Lange, Verkehrsexperte der STADTGESTALTER und Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur: 

„Dass sich die rot-grüne Koalition im Thema Südumfahrung der Wittener Straße für Radfahrende auseinander dividiert, liegt nicht an der konsequenten Position der Grünen pro Radverkehr. Vielmehr steht deren Fraktionsvorsitzender Sebastian Pewny nach eigenen Aussagen fest zur Idee einer Umfahrung. Lediglich die Ausgestaltung dieses Umwegs führt die Grünen zu einer Ablehnung des von der Verwaltung vorgelegten Beschlusses“, schildert Nikolas Lange. Kritik erntet auch die CDU, die sich nach Ansicht der STADTGESTALTER zum Steigbügelhalter der SPD gemacht habe. „Die SPD hat sich in eine komfortable Lage in Sachen Verkehrspolitik gebracht. Wann immer der Grüne Koalitionspartner auch nur leise zuckt, können die Sozialdemokraten auf die CDU bauen“, analysiert Lange. 

Die STADTGESTALTER haben die Südumfahrung hingegen konsequent abgelehnt. Zum einen würde es sich nur um ein Provisorium handeln, bis Radverkehrsanlagen an der Wittener Straße als nachhaltige Lösung umgesetzt werden müssten. Zum anderen würde eine Umfahrung, die eine Verlängerung der Fahrtdauer für Radfahrende um acht Minuten im Vergleich zum direkten Weg über die Hattinger bedeutet, der geplanten Erhöhung des Radverkehrsanteils von 5% auf 25% widersprechen. 

„Da Radwege auf der Wittener Straße alternativlos sind und auch schon entsprechende Ankündigungen durch den Raum geistern, würde die Umfahrung, in die jetzt rund 100.000 EUR und in den nächsten Planabschnitten noch weitere Mittel fließen werden, alsbald schon nicht mehr relevant sein. Da das Geld für die teuren Umbaumaßnahmen der Umfahrung aber aus dem Topf für den Ausbau von Radwegen fließt, fehlt somit ein beachtliche Summe für den Bau von Radwegen an anderer Stelle. Auch die Personalressourcen, die für das teure Provisorium gebunden würden, fehlen dann an anderer Stelle. Gerade auf die Kosten und auf das mangelnde Personal für den Ausbau von Radwegen haben SPD und auch die Grünen bei der Ablehnung der RadEntscheid-Forderungen hingewiesen. Offensichtlich werden jedoch die Prioritäten bei der Radwegeplanung falsch gesetzt.“, so Lange.

Die STADTGESTALTER regen an, bis zur langfristigen baulichen Umsetzung von Radverkehrsanlagen, zu der es keine Alternative geben dürfte, besser einen Pop-Up-Radweg auf der Wittener Straße zu markieren, um eine kurzfristige Lösung ohne Umwege für den Radverkehr zu schaffen. 

Quelle: Presseteam STADTGESTALTER Bochum

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