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GRÜNE und CDU wollen Schaffung von Gesundheitskiosken in Dortmund prüfen

Die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU wollen die gesundheitliche Versorgung in
sozial benachteiligten Stadtteilen verbessern. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Sozialausschusses wird die Verwaltung deshalb gebeten, dem Ausschuss das Modell des sogenannten Gesundheitskiosks vorzustellen.

Rathaus Dortmund
Kinder und Jugendliche erhalten in den Sommerferien kostenlosen Eintritt in Westfalenpark und Zoo (c) Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur

Die Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU wollen die gesundheitliche Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen verbessern. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Sozialausschusses wird die Verwaltung deshalb gebeten, dem Ausschuss das Modell des sogenannten Gesundheitskiosks vorzustellen.


„Die Chancen auf Gesundheit sind auch in Dortmund ungleich verteilt. Dort, wo überdurchschnittlich viele EmpfängerInnen von Sozialleistungen, Menschen mit Migrationshintergrund oder auch Alleinerziehende oder Senioren leben, treten chronische Krankheiten früher und häufiger auf und ist das durchschnittliche Sterbealter geringer. Gleichzeitig ist die Versorgungssituation in diesen Stadtteilen
oft schlechter. Mit dem Modell des Gesundheitskiosks ist es in den Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn gelungen, die gesundheitlichen Chancen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung deutlich zu verbessern. Wir wollen diese Erfahrung auch für Dortmund nutzen“, so Jenny Brunner, Ratsmitglied der GRÜNEN und Mitglied im Sozialausschuss.


In Billstedt und Horn existiert seit 2017 ein integriertes Versorgungskonzept, in dem Ärzteschaft, Krankenkassen, Stadtteileinrichtungen und andere lokale Akteure eingebunden sind. Ein Kernstück ist dabei der Gesundheitskiosk als niedrigschwelliges Beratungsangebot. Ein medizinisch ausgebildetes Team berät hier in mehreren Sprachen Patienten vor und nach Arztbesuchen, koordiniert
Behandlungsschritte, vermittelt an Einrichtungen und Vereine und stellt eine kontinuierliche Betreuung in der Muttersprache sicher. Dadurch wachsen die Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung vieler Menschen, die mit der Komplexität des Gesundheitssystems aus unterschiedlichen Gründen überfordert sind. Für Versicherte der am Projekt teilnehmenden Krankenkassen ist die Beratung
kostenlos. Gleichzeitig ist der Gesundheitskiosk Anlaufstelle für alle beteiligten Ärzte und soziale Einrichtungen.


„Vor dem Hintergrund der guten Hamburger Erfahrungen entstehen aktuell zwei neue Gesundheitskioske in Essen in den Stadtteilen Altenessen und Katernberg, die von der Stadt gemeinsam mit Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden und weiteren Akteuren vor Ort aufgebaut werden. Eine unter Beteiligung der Stadt und eines Ärztenetzwerks gegründete Gesellschaft ist organisatorisch zuständig für die Gesundheitskioske. Wir wollen deshalb als nächsten Schritt einen Vertreter aus Essen in den Ausschuss einladen, um das Modell und die Struktur der dortigen Gesundheitskioske als niedrigschwelliges Versorgungsangebot in sozial benachteiligten Stadteilen vorzustellen“, erläutert der sozialpolitische Sprecher der CDU, Thomas Bahr, das weitere Verfahren.


In ihrem Antrag bitten GRÜNE und CDU die Verwaltung zusätzlich darum, die aktuelle Entwicklung der Gesundheitsversorgung und -situation in den im Bericht zur sozialen Lage in Dortmund benannten Aktionsräumen darzustellen. Zusätzlich sollen die aktuellen Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur Einrichtung von Gesundheitskiosken recherchiert und dem Ausschuss vorgelegt werden.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von CDU und Grünen im Rat der Stadt Dortmund

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