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Kultur

Zwischen den Sirenen – Ruhrgebiet als Epizentrum der Pandemie-Poesie

Am 30. März startete ein LyrikerInnenkollektiv die Reichweiten-Aktion „Mit Poesie durch Pandemie“ Facebook. Das Ziel der Agierenden war ein Brückenschlag zwischen Kunst und Wirtschaft. Täglich wurde ein Gedichtbeitrag veröffentlicht, der auf einen kulturellen, wirtschaftlichen oder sozialen Akteur verwies, der sich durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen mit enormen, mitunter sogar existenzgefährdenden Herausforderungen konfrontiert sah.

„Mit Poesie durch Pandemie“ endet mit Anthologie

Neben LyrikerInnen beteiligten sich auch MusikerInnen an der Aktion, die zum Wochenausklang die vorangegangenen Gedichte musikalisch interpretierten oder eigene Werke vorstellten, um krisengeschüttelte Akteure zu unterstützen. Am 10. Mai endete „Mit Poesie durch Pandemie“ nach sechs Wochen.

Gemeinsam mit dem Berliner SternenBlick e.V. gibt das Organisationsteam, bestehend aus Anna W. von Huber, Jakob Leiner und Oliver Bruskolini, nun eine Anthologie zur Aktion heraus. Unter dem Titel „zwischen den sirenen“ wurden 31 veröffentlichte und unveröffentlichte Gedichte gesammelt, die im Kontext der Aktion eingereicht wurden.

Ruhrgebiet als Epizentrum der Aktion

Im Laufe der Aktion hat sich das Ruhrgebiet als Epizentrum der Aktion herausgestellt. Dieser Umstand zeigt sich auch in der Anthologie. So wirken aus der Metropolregion die AutorInnen Marlies Blauth (Meerbusch/Dortmund), Oliver Bruskolini und Victoria Pavot (beide Essen), Jaana Redflower (Witten), Heinrich Peuckmann und Bernhard Büscher (beide Kamen), Helga Loddeke (Mülheim a.d. Ruhr), Matthias Kurz (Duisburg), Silke Höttges (Solingen) und Anne-Kathrin Koppetsch (Dortmund) mit.

Die Einnahmen, die SternenBlick durch den Verkauf der Anthologie erzielt, fließen vollständig in Projekte, die dem Vereinszweck untergeordnet sind: die Förderung von Lyrik. So wird beispielsweise eine Kooperation mit Berliner Schulen unter dem Zeichen der Dichtkunst anvisiert.

Neben der Anthologie entsteht auch eine Homepage, die als Archiv der Initiative dient. Auf dieser sind weitere Gedichte, die musikalischen Beiträge und Hintergrundinformationen zum Projekt zu finden.

Buchcover: SternenBlick e.V.
Aktionsfoto: Jakob Leiner

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