Fahrrdweg, 2-streifig

Steinring Bochum: Wer bekommt wie viel Straße?

Eine Stunde diskutierte der Bochumer Mobilitätsausschuss am Dienstagnachmittag über den Umbau des Steinrings. Die Verwaltung schlug vor, den Verkehr hier zukünftig dreispurig zu führen. Zwei Spuren für Kraftfahrzeuge würden in Richtung Wittener Straße benötigt, um Rückstaus zu verhindern.

Anders sah dies die Bochumer Initiative Radwende. Sie forderte mehr Raum für Fahrradfahrer. Dabei ging es nicht nur um die Anzahl der Fahrspuren, sondern auch um das Abbiegen. Ein Vertreter der Radwende erläuterte den Ausschussmitgliedern die Sichtweise der Initiative. Radwende Bochum kritisiert die Verwaltungsplanungen zu Radwegen in Bochum generell. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung zum Steinring:

Gleichzeitig tut sich die Verwaltung mit guten Vorschlägen für Radwegeausbau schwer, wie die gleich mehrfache Unterlaufung der in der ERA2010 (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, das gültige technisches Regelwerk für die Planung, den Entwurf und den Betrieb von Radverkehrsanlagen) vorgegeben Grundlagen am Steinring zu sehen ist. Auch in der Bochumer Politik gibt es immer noch Beharrungskräfte, die die autogerechte Stadt des letzten Jahrhunderts verteidigen. So hatte in der vergangenen Woche die SPD Ratsfraktion mit einer Pressemitteilung, die einen Radweg auf der Wittener Straße ablehnt, für viel Empörung gesorgt.

Pressemitteilung von Radwende Bochum vom 11.11.2019

Am Ende wurde der Ausbau mit den Stimmen von Grünen, SPD und CDU beschlossen. SPD und Grüne beschlossen zugleich ein paar Prüfaufträge, um der Initiative entgegen zu kommen. Die CDU lehnte diese ab und bezeichnete den Antrag als Nebelkerze, da zur Zeit rechtlich unzulässiges geprüft werde.

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