Erik O. Schulz links und Frank Heidenreich rechts

Klimaschutzpaket des Bundes: VRR will Menschen für Bus und Bahn begeistern

Der VRR plant, mit der Schaffung eines adäquaten Leistungsangebots und einer Neuordnung seines aktuellen Verbundtarifs den Nahverkehr in der Region zu stärken. Gemeinsam und im konstruktiven Dialog mit seinen politischen Gremien und den Verkehrsunternehmen in der Region hat der VRR ein Konzept für eine einfache, transparente und verbundweite, nachhaltige Lösung entwickelt. Ziel des VRR ist es, mit einer höheren Angebotsqualität und einem innovativen Tarifszenario zur Modellregion beim Klimaschutz des Bundes zu werden. In seiner heutigen Sitzung hat der Verwaltungsrat als oberstes Entscheidungsgremium des VRR der Bewerbung beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zugestimmt. Vorausgegangen war ein fraktionsübergreifender Antrag an den Vorstand der VRR AöR, den Verkehrsverbund als Modellregion des Klimaschutzprogramms 2030 beim BMVI vorzuschlagen.

Höhere Angebotsqualität und innovative Tarifmodelle stärken den ÖPNV

Die gesellschaftliche Diskussion zum Klimawandel, zur CO2-Bepreisung und die Notwendigkeit einer Mobilitätswende geben neuen Rückenwind für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und eröffnen Perspektiven, verkehrlich neue Wege zu gehen.

„Der Klimaschutzplan der Bundesregierung korrespondiert mit den Maßnahmen des VRR, den ÖPNV über Verbesserungen bei der Qualität, der Leistung und des Tarifs attraktiver zu machen – auch und insbesondere im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr“, sagt Erik O. Schulz (CDU), Verbandsvorsteher des VRR (links im Bild).

„Wir möchten den Modal Split zugunsten des ÖPNV verändern und mehr Menschen für Bus und Bahn begeistern. Ziel ist es, die unterschiedlichen Mobilitätsangebote sinnhaft zu kombinieren und mit den Möglichkeiten digitaler Technologien zu vernetzen. Wir müssen die Angebotsqualität steigern und Barrieren abbauen, um mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen und bestehenden Kunden Anreize zu bieten, Bus und Bahn häufiger zu nutzen“, sagt Ronald R.F. Lünser, VRR-Vorstandssprecher.

Klimaschutz: Leere ICE-Plätze nutzen, Sparpreise für P & R -Nutzer

CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Heidenreich (rechts im Bild) hat bereits einige konkrete Vorschläge: „Wir hoffen mit Hilfe des Bundes mehr Menschen zum Umsteigen auf den ÖPNV zu bewegen. Die CDU will sich mit dem Projekt befassen, den Fernverkehr – ICEs und IC – für Kunden des Nahverkehrs zu öffnen. Chancen dazu sieht die CDU in Verbindung mit dem Thema Digitalisierung. Wir können uns aber auch vorstellen vergünstigte Preise für Nutzer von Park & Ride-Plätzen anzubieten.“

Das BMVI will im Januar 2020 Rahmenbedingungen für eine Förderung bekanntgeben.

Ein Kommentar

  1. Es gibt da ein ganz einfache Argument für den PKW im Ruhrgebiet:
    Nehmen wir mal zum Vergleich die Strecke Berlin-Köpenik nach Berlin Wannsee (36 km) und Wattenscheid Bf nach Duisburg Hbf (29,5 km).
    Kosten ÖPNV, eine Fahrt Berlin 2, 80, Kosten Metropole Ruhr 12,80

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