Frank Heidenreich und Hendrik Wüst

CDU-Mittelstand: Hendrik Wüst mit Rückenwind

Es läuft gut für Hendrik Wüst (CDU). Der NRW-Landesverkehrsminister wurde am Samstag als Vorsitzender der einflussreichen Mittelstandsvereinigung der CDU NRW bestätigt. Im Phantasialand Brühl mit einem Traumergebnis von 98% Zustimmung. Manch einer raunt vom „sozialistischen Ergebnis“.

Auch sonst erhält Hendrik Wüst derzeit viel Zuspruch. Dabei hat der 44-jährige Münsterländer gerade mit den Themen Klimaschutz und Verkehrswende alle Hände voll zu tun.

Als beispielgebend gilt, dass die Landesregierung den Kommunen und Verkehrsunternehmen mit einer Milliarde hilft, die Straßenbahn- und Stadtbahnnetze zu sanieren. Eine freiwillige Leistung des Landes, die auch nicht im Stil früherer Landesregierungen mit dem jüngst beschlossenen zusätzlichen Klinaschutzprogramm des Bundes für den Nahverkehr verrechnet werden soll. Das Land hilft den Städten hier. Das macht vor Ort Geld frei für anderes.

Insgesamt geht das Verkehrsministerium unter Wüst neue Themen an: Digitalisierung der Fahrkarten im Nahverkehr – landesweit einheitlich! Überhaupt das Thema elektronischer Tarif. Und es gibt eine Finanzierungszusage von 120 Mio. € für regionale Schnellbuslinien. Das alles wird für die Verkehrswende nicht reichen, aber es ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Verkehrswende und alte Probleme

Und auch im klassischen Bereich „Straßen“ kommt das Land voran, wobei hierbei ein enormer Investitionsstau besteht. Das erste Signal war gleich nach Wahl der Landesregierung unter Armin Laschet (CDU) die Rücknahme von Kürzungen der Landesstraßenbauprogramme, die unter der vorherigen rot-grünen Landesregierung erfolgt waren. Meist geht es da weniger um Neubau als um Ausbau und Sanierung. Die Erneuerung von Brücken wird das Land über Wüsts Amtszeit hinaus befassen.

Nicht zu vergessen ist, dass Wüst das bundesweit verschlafene Thema der Stickoxidemissionen mit drohenden Dieselfahrverboten auch bewältigen muss.

Auch schlechte Zeiten erlebt

Hendrik Wüst macht bei alldem eine gute Figur. Aber so viel Zuspruch gab es nicht immer für seine Arbeit.

Mit Erfahrung als Landesvorsitzender der Jungen Union hatte der Landtagsabgeordnete es unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bis zum Generalsekretär der Partei geschafft. In der Affäre um Schreiben an Sponsoren der CDU NRW übernahm er 2010 die politische Verantwortung und teat zurück. Das sollte ihn lange nachhängen.

Eine Kandidatur zum stellvertretenden Landesvorsitzenden scheiterte einige Jahre später noch. Das Wahlergebnis der CDU Mittelstandsvereinigung sagt jetzt, die Scharte ist ausgewetzt.

Auch privat ist dem ambitionierten Münsterländer das Glück hold. Jüngst heiratete er. Von Hendrik Wüst kann das Land noch einiges erwarten.

Das Bild zeigt Hendrik Wüst (rechts) mit MIT-Landesvorstandsmitglied Frank Heidenreich (links).

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